#sprache

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Die #Sprache ist das fundamentale Medium, durch das eine #Gesellschaft ihre #Wirklichkeit definiert, strukturiert und bewertet. Doch in der zeitgenössischen #Kommunikation lässt sich eine besorgniserregende Transformation beobachten: Die Sprache wird zunehmend nicht mehr als Werkzeug der Klärung, sondern als Instrument der #Verschleierung eingesetzt. Während die Kognitionswissenschaft zeigt, dass euphemistische Sprachmuster eine individuelle psychologische Schutzreaktion darstellen, offenbart die politische #Realität eine weitaus perfidere Dynamik. Die bewusste Nutzung von Ambiguität und inhaltsleeren Phrasen dient hier als strategisches Mittel, um #Verantwortung zu unterlaufen. Dieser Prozess wird durch eine symbiotische Beziehung zu den klassischen Medien verstärkt, die Information zunehmend der Profitmaximierung unterordnen. Das Ergebnis ist ein gesellschaftliches #Gift, das die #Realitätsverweigerung normalisiert und die Basis für einen rationalen #Diskurs systematisch zerstört.
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Ab heute kann über das Jugendwort des Jahres abgestimmt werden Was liegt der Jugend am häufigsten auf der Zunge? Ab heute kann unter zehn Begriffen das Jugendwort des Jahres gewählt werden. Von Ausrastern über Entschuldigungen bis zu bedeutungslosen Allzwecksantworten ist alles dabei. ➡️ https://www.tagesschau.de/kultur/sprache-jugendwort-des-jahres-kandidaten-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de #Sprache #Jugendwort
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Das Schlimmste daran ist die #Selbstverstärkung des Systems. Die #Politik wird so komplex und die #Sprache so hochgestochen, dass sie nur noch von den #Experten, den Beratern, verstanden werden kann. Die #Öffentlichkeit wird durch diesen Grad an #Fachjargon und die Masse an #Daten überwältigt. Das Ergebnis ist eine Art kognitive #Lähmung: Man ist zu müde, zu überfordert, um die grundlegenden Mechanismen kritisch zu hinterfragen. Man vertraut der vermeintlichen #Komplexität. Der wahre #Profit dieser #Industrie ist also nicht nur der Verkauf einer #Strategie, sondern die Schaffung einer permanenten #Abhängigkeit zwischen dem politischen #Akteur und dem "unverzichtbaren" #Berater. Die #Demokratie wird so zu einem #Dienstleistungsmarkt, auf dem die Fähigkeit, einfache Botschaften zu erkennen, der teuerste Luxus ist.
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Die #Überwindung dieser Spirale der #Realitätsverweigerung erfordert mehr als nur politische #Reformen. Sie verlangt eine Rückbesinnung auf die semantische #Integrität als grundlegende #Bürgerpflicht. Wir müssen die #Fähigkeit zur präzisen Benennung von Sachverhalten als Akt des intellektuellen und moralischen #Widerstands begreifen. Dies bedeutet, die rhetorischen Schutzschilde der #Macht konsequent zu durchbrechen und eine #Sprache einzufordern, die keine #Ausflüchte duldet.
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In der politischen Arena wird dieser psychologische Mechanismus zu einer gezielten #Machtstrategie instrumentalisiert. Politische Akteure nutzen die inhärente Unschärfe der #Sprache, um sich der #Rechenschaftspflicht zu entziehen. Durch „Talking around the subject“ und ritualisierte Worthülsen wird der #Anschein von #Kompetenz gewahrt, ohne verbindliche Aussagen zu treffen.
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Theoretisch stützt sich diese Strategie auf das Konzept der „strategischen #Ambiguität“. Dabei werden Formulierungen bewusst so gewählt, dass sie für verschiedene Zielgruppen unterschiedlich interpretierbar sind, während sie gleichzeitig keine faktische Verpflichtung begründen. Ein Beispiel hierfür ist die Forderung nach einem „nachhaltigen #Wachstum“ oder einer „sozial gerechten #Transformation“. Diese Begriffe sind so weit gefasst, dass sie fast jede politische Maßnahme – oder deren Unterlassung – rechtfertigen können. In der Folge wird die #Sprache nicht mehr genutzt, um #Konsens durch #Klarheit zu schaffen, sondern um Dissens durch Unschärfe zu überdecken. Der politische Akteur behält sich so die Möglichkeit vor, seine Aussagen im Nachhinein je nach politischer #Wetterlage umzudeuten, ohne jemals formal gelogen zu haben.
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Dies lässt sich als Etablierung einer „simulierten #Harmonie“ beschreiben, ähnlich dem Konzept der #Hyperrealität, in der das Zeichen die Realität ersetzt. Ein Beispiel findet sich in der modernen #Unternehmenskultur: Anstatt ein #Projekt als „gescheitert“ zu bezeichnen, spricht man von einer „steilen #Lernkurve“ oder einer „iterativen #Anpassungsphase“. Wer in diesem Umfeld die #Sprache der harten #Fakten verwendet, gilt schnell als „nicht teamfähig“ oder „destruktiv“. Die Sprache dient hier nicht mehr der #Problemanalyse, sondern der sozialen Kohäsion durch gemeinsame #Verleugnung. Wenn die soziale #Sanktion für Wahrheit höher ist als die für eine glaubwürdige #Lüge, bricht das moralische Rückgrat der #Kommunikation zusammen und macht Platz für eine #Kultur der performativen Zustimmung.
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Diese gesamte #Entwicklung mündet in einer tiefgreifenden #Erosion der gesellschaftlichen #Diskursfähigkeit. Wenn die #Sprache ihre präzise #Funktion verliert und #Medien die algorithmische #Optimierung über die #Aufklärung stellen, bricht die gemeinsame #Wissensbasis zusammen.
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„Sag’ es besser“ ist ein offener Sprachleitfaden ohne Verbote von @nocci@social.ism.yt . Die Seite hilft dabei, Begriffe zu erkennen, die ableistisch, sexistisch oder abwertend sind, und zeigt verständliche Alternativen für den Alltag auf. Gut für alle, die bewusster und genauer formulieren möchten. #Inklusion #Barrierefreiheit #Sprache
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Ich weiß ja nicht, ob es euch auch triggert: bei den Ertrunkenen in Ceuta sprach die Moderatorin im ZDF davon, sie seien verstorben. Bei "versterben" habe ich aber ein anderes Bild vor Augen, ich würde von "ums Leben gekommen", "getötet", "tödlich verunglückt" oder konkret "ertrunken" sprechen. Ich halte das für eine Verharmlosung, die mir auch bei Verkehrsunfällen immer wieder auffällt. #sprache #euphemismen #journalismus
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In unserer Gesellschaft wird heute immer noch, sogar sprachlich, "Verständnis" mit "Gutheißung" gleichgesetzt. Man kann Probleme nicht sinnvoll lösen, ohne sie zu verstehen, man braucht also Verständnis für diese. Das heißt nicht, dass man diese Probleme gutheißt. Das gilt auch für Probleme im Verhalten. Für "Verständnis" für ein Verhalten werben muss nicht heißen, dieses auch gutzuheißen, auch wenn das leider in unserem Denken und Sprechen gleichgesetzt wird. 1/ #KonflativesDenken #Sprache
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Ich hatte ja vor einigen Jahren mal begonnen, Toki Pona zu lernen. Da ich sie allerdings für wenig alltagstauglich hielt, hatte ich mich nicht mehr intensiv damit beschäftigt. Allerdings muss ich doch anerkennen, dass es eine sehr aktive, weltweite Community gibt, die Toki Pona aktiv am Leben hält, mit Webseiten, Youtube-Kanälen, mit Poesie, Musik, Magazinen, usw. Find ich schon klasse! Mit https://toki.social gibt es sogar eine eigene Fediverse-Instanz :D #TokiPona #Community #Gemeinschaft #Sprache #Plansprache #conlang
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@derlemue@social.penzberg.me Mensch darf mal über das Wort "Arschloch" nachdenken. Ohne diese oft sprachlich missbrauchte notwendige, sensible und ehrliche Körperöffnung würde es uns alle wahrscheinlich nicht geben. Häufig ist es genau andersrum: Die als Arschloch bezeichnet Person ist eine Beleidigung für eben solches. #sprache #ausdruck #anal #arschloch
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Dass die „Jüdische Allgemeine“ vom 9.07.26 dem Höcke-Freisprech-Podcaster Ben Berndt eine allzu harmlose Bühne bot, finde ich medienethisch schwierig. Deborah Kämper aus Mannheim hält immerhin in der gleichen Ausgabe mit „Die Sprache der AfD“ stark dagegen. Sehr stark finde ich zudem den „Einspruch“ von Mascha Malburg zur Klima- als Hitzekrise: „Die Hitze spüren“. Aus meiner Sicht darf mediale Aufklärung nicht nur an die vernünftige, sondern auch an die emotionale, mythologische, eben mimetische Wahrnehmung andocken. Fakten alleine überzeugen doch nur, wer ohnehin schon reflektiert pro Wissenschaft ist. #Medienethik #JuedischeAllgemeine #Berndt #Kämper #Malburg #Podcast #Höcke #AfD #Sprache #Hitzekrise #Aufklärung #Wissenschaft #Mimesis #Hitze #Hitzespüren
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